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Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Zentrum für Save Sport gegründet

Hessens Sportministerin Diana Stolz hat an der Gründungsversammlung des Trägervereins des Zentrums für Safe Sport e.V. (ZfSS) im Bundeskanzleramt in Berlin teilgenommen und in der Bundeshauptstadt die Bedeutung der unabhängigen Institution „als einen ganz wichtigen Baustein für den Schutz der Betroffenen“ hervorgehoben. Mit der offiziellen Gründung des Zentrums für Safe Sport e.V. sind die Voraussetzungen geschaffen worden, dass diese Einrichtung in Kassel ihre Arbeit aufnehmen kann. Mit der zunächst vom Bund finanzierten Einrichtung entsteht erstmals eine unabhängige bundesweite Institution mit Maßnahmen zur Prävention, Intervention und Aufarbeitung interpersonaler Gewalt im Sport. Hessens Sportministerin hatte die Initiative in den vergangenen Jahren stark unterstützt und sich für den Standort Kassel eingesetzt.

Im Rahmen der Gründungsfeier des Trägervereins Zentrum Safe Sport e.V. sagte Sportministerin Diana Stolz: „Der Erfolg des Sports bemisst sich nicht allein an Medaillen und Rekorden. Er bemisst sich auch daran, ob sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Sport sicher und geschützt fühlen können. Und, ob diejenigen, die Unrecht im Sport erfahren haben, Gehör finden. Mit dem heutigen Tag setzen Bund und Länder ein wichtiges Zeichen für den Schutz der Werte des Sports. Wir stärken die Sportlerinnen und Sportler mit dem Aufbau dieser unabhängigen Zuflucht, die gut erreichbar im Herzen Deutschlands liegt und Betroffenen ohne Wenn und Aber zuhören soll. Damit stärken wir eine Kultur des Hinsehens und Zuhörens im deutschen Sport und tun alles dafür, dass der Sport ein noch sicherer Ort wird.“

Schutz, Vertrauen, Verantwortung

Das Zentrums für Safe Sport soll in den Räumen des Regierungspräsidiums Kassel seine Arbeit aufnehmen. Die Universitätsstadt Kassel liegt genau im Herzen der Bundesrepublik und ist dank hervorragender Verkehrsanbindung ein zentraler Verkehrsknotenpunkt in Deutschland. Die geplante Einrichtung der Ansprechstelle in den Büroräumen des RP Kassel verspricht auch innerhalb der Universitätsstadt eine schnelle Erreichbarkeit.

„Mit Kassel als Sitz des Zentrums haben wir uns für eine zentral gelegene Stadt in Deutschland entschieden. Kassel ist gut zu erreichen und kann dank seiner Universität auch qualifizierte Akademikerinnen und Akademiker bieten, wenn es um den Aufbau des ZfSS geht. Die neue Institution soll Betroffenen eine starke Stimme geben, die Prävention stärken und dafür sorgen, dass Gewalt, Missbrauch und Machtmissbrauch im Sport keinen Platz haben. Fälle, die uns in den vergangenen Jahren erschüttert haben, zeigen, welches Leid Betroffene von Missbrauch im Sport erfahren mussten. Es muss sichergestellt werden, dass ihnen zugehört wird – und dass solche Erfahrungen künftig bestmöglich verhindert werden. Die neue Institution soll genau das leisten: Schutz geben, Vertrauen aufbauen und Verantwortung einfordern. Schon jetzt sind aber die Sportorganisationen, die Vereine und Verbände aufgerufen, konsequent gegen Gewalt im Sport vorzugehen“, hob Diana Stolz hervor.

Der Bund übernimmt zunächst die Finanzierung für das ZfSS. Eine künftige Länderbeteiligung ist nach einer Evaluierung möglich. Das Zentrum wird zunächst den Spitzensport abdecken, soll aber auch Synergien mit dem Breitensport schaffen. „Das Zentrum wird wirken, wenn alle Partner an einem Strang ziehen: Bund, Länder und der organisierte Sport. Gemeinsam möchten wir sicherstellen, dass der Sport das bleibt, was er sein soll: ein absolut sicherer Ort für alle“, so Hessens Sportministerin.

Diana Stolz wies darauf hin, dass die Länder bereits umfangreiche eigene Strukturen im Bereich Prävention und Aufarbeitung etabliert haben, und kündigte eine fortlaufende Zusammenarbeit an: „Das Zentrum für Safe Sport wird ein zentraler Baustein in einem funktionierenden Gesamtsystem gegen interpersonale Gewalt im Sport. Wir werden den Aufbauprozess eng begleiten und sicherstellen, dass auch der Breitensport von den entstehenden Strukturen profitiert.“

Hintergrund 

Mit dem Zentrum für Safe Sport (ZfSS) setzt die Sportministerkonferenz ein zentrales Projekt des Koalitionsvertrags des Bundes um. Es wird als unabhängige Einrichtung bundesweit Ansprech-, Beratungs- und Untersuchungsfunktionen übernehmen. Parallel treibt der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) die Implementierung eines „Safe Sport Codes“ in allen Mitgliedsorganisationen bis spätestens 2028 voran – ein Regelwerk, um Gewalt im Sport bekämpfen und sanktionieren zu könne

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Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

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