Einsamkeit ist eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Sie betrifft Menschen jeden Alters, jeder Lebenssituation und kann weitreichende Folgen haben. Chronische Einsamkeit kann das Risiko für verschiedenste physische und psychische Erkrankungen erhöhen, beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich und gefährdet nicht zuletzt den sozialen Zusammenhalt und die demokratische Teilhabe. In Hessen möchten wir Menschen dabei unterstützen, Gemeinschaft zu erleben und Einsamkeit zu überwinden.
Was ist Einsamkeit?
Einsamkeit beschreibt ein subjektives Gefühl, dass sich aus einer Diskrepanz zwischen den gewünschten und tatsächlichen eigenen sozialen Beziehungen ergibt. Während Alleinsein bewusst gewählt werden kann und oftmals als erholsam empfunden wird, entsteht Einsamkeit in der Regel unfreiwillig und kann zu einem erheblichen Leidensdruck führen.
Dabei ist Einsamkeit kein Randphänomen. Eine Vielzahl an Menschen fühlt sich in Deutschland gelegentlich oder regelmäßig einsam. Die individuellen Lebenslagen dabei sind vielfältig und können hier nur beispielhaft aufgezeigt werden:
- Junge Mütter und Väter, die zwischen Kinderbetreuung, Haushalt und Beruf wenig Zeit für Freundschaften und soziale Aktivitäten haben,
- ältere Menschen, die ihren Lebenspartner verloren haben oder deren Mobilität eingeschränkt ist,
- Alleinerziehende, die durch Sorgepflichten wenig Raum für soziale Kontakte haben,
- pflegende Angehörige, die sich aufgrund Ihrer Pflegetätigkeit isoliert fühlen oder
- junge Menschen in Übergangsphasen wie Studium und Berufseinstieg.
Angebote in Hessen gegen Einsamkeit
Die Hessische Landesregierung unterstützt bereits jetzt vielfältige strukturelle Angebote, um Menschen zusammenzubringen und Einsamkeit zu mindern - und entwickelt diese kontinuierlich weiter. Im Folgenden ein Ausschnitt der Maßnahmen und Programme: