Bei der Jubiläumsfeier in der Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869 würdigte Sportministerin Diana Stolz am vergangenen Freitag die Entwicklung der Stiftung und gab zugleich einen Ausblick auf die Zukunft des hessischen Leistungssports. „Unser Ministerpräsident Boris Rhein ist der Sportstiftung Hessen seit ihrer Gründung verbunden. Er sendet Ihnen heute die besten Grüße“, sagte Diana Stolz zu Beginn ihrer Ansprache. Sie selbst freue sich als Sportministerin und Vorsitzende des Kuratoriums, das 25-jährige Bestehen der Stiftung zu feiern.
„Die Sportstiftung Hessen ist eine Erfolgsgeschichte, die der Landessportbund und das Land gemeinsam geschrieben haben. Das Sportland Hessen steht auf starken Säulen: Das Land schafft und fördert Strukturen, der Landessportbund stärkt Vereine und Verbände – und die Sportstiftung Hessen stellt die Athletinnen und Athleten in den Mittelpunkt“, so Diana Stolz. Die Stiftung bringt dabei Menschen, Unternehmen und Organisationen zusammen und schafft Verständnis für die besonderen Anforderungen des Leistungssports. Neben der direkten Athletenförderung sind inzwischen weitere Förderangebote wie unter anderem das Athleten- und das Trainerstipendium hinzugekommen. „Die Arbeit der Sportstiftung Hessen hält unseren Athletinnen und Athleten den Rücken frei. Sie begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in den Leistungssport und hilft ihnen dabei, ihre sportlichen Ziele zu erreichen“, betonte die Sportministerin.
Ein Vierteljahrhundert Hessischer Weg
Damit steht die Sportstiftung Hessen beispielhaft für den Hessischen Weg im Leistungssport: Land und Landessportbund haben die Stiftung vor 25 Jahren gemeinsam gegründet, um die Förderung des Leistungssports weiterzuentwickeln und Athletinnen und Athleten unmittelbar zu unterstützen.
„Land und Landessportbund haben vor 25 Jahren gemeinsam nach einem Weg gesucht, die Förderung des Leistungssports zu verbessern und insbesondere die Förderlücke bei Nachwuchsathletinnen und -athleten zu schließen. Daraus ist eine starke Struktur entstanden, die bis heute trägt. Mein besonderer Dank gilt deshalb allen, die diese Entwicklung mitgestaltet und die Sportstiftung Hessen begleitet haben – den früheren und heutigen Verantwortlichen, den Förderern, den Vereinen und Verbänden und natürlich unseren Athletinnen und Athleten“, sagte Sportministerin Diana Stolz.
Die Sportstiftung Hessen wurde am 11. Dezember 2001 unter dem Namen „Stiftung Sporthilfe Hessen“ gegründet. Seit 2019 trägt sie ihren heutigen Namen. Heute unterstützt die Stiftung jährlich rund 300 Athletinnen und Athleten in mehr als 40 Sportarten.
Nachwuchs im Blick
Den Blick richtete die Sportministerin zugleich auf die nächste Generation. Mit der gemeinsamen deutschen Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 sei ein langfristiges Ziel verbunden.
„Die Siegerinnen und Sieger in zehn, 14 oder 18 Jahren müssen wir heute finden. Ihr Weg beginnt nicht erst im Nationalteam. Er beginnt mit Bewegung in der Kita, in der Schule und im Verein und führt von dort in den Nachwuchsleistungssport“, sagte Stolz.
Dabei komme es auf das Zusammenspiel vieler Partner an: „Hinter jeder erfolgreichen Athletin und jedem erfolgreichen Athleten stehen viele Menschen – Familien, Vereine, Trainerinnen und Trainer, Verbände und Förderer. Wenn wir den Sportlerinnen und Sportler bestmögliche Perspektiven schaffen wollen, brauchen wir deshalb starke Partner und gute Strukturen. Die Sportstiftung Hessen und der Landessportbund gehören dazu“, so Diana Stolz.
Die Grundlagen und Perspektiven für diese Strukturen hat das Land Hessen auch in seinem Konzept zur Neuausrichtung des Leistungssports im Sportland Hessen beschrieben. Zum Konzept „ Neuausrichtung des Leistungssports im Sportland Hessen“ (PDF)
Jubiläum mit Blick auf die Zukunft
Die Jubiläumsfeier fand am Freitag, den 2. Oktober 2026, bei der Frankfurter Rudergesellschaft Germania von 1869 statt. Der 1869 gegründete Verein verbindet Leistungs-, Nachwuchs- und Breitensport und zählt zu den traditionsreichen Rudervereinen Deutschlands. Zu seinen erfolgreichen Sportlern gehören unter anderem Olympiasieger und Weltmeister Oliver Zeidler, Para-Ruderer und Weltmeister Valentin Luz sowie Vizeweltmeister Marc Weber.