„Ein Leben für die Stammzellspende, das ist gelebte Menschlichkeit. Heinz Robens hat sich über Jahrzehnte für eine Sache eingesetzt, die Leben rettet, und er zeigt, was ein Einzelner bewegen kann, wenn er nicht lockerlässt“, sagte die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz anlässlich der Aushändigung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an Heinz Robens aus Heusenstamm. Den Orden überreichte sie dem 81-Jährigen in einer Feierstunde im Brüder-Grimm-Zimmer der Hessischen Staatskanzlei.
Das Engagement von Heinz Robens für das Leben anderer Menschen begann im Jahr 1988. Damals arbeitete der gebürtige Lübecker im Vertrieb der Biotest AG, als die Universität Ulm mit einer Idee auf ihn zukam, gemeinsam ein zentrales Knochenmarkspenderregister für Deutschland aufzubauen. Robens war sofort überzeugt und gewann seinen damaligen Arbeitgeber dafür, fünf Prozent des Unternehmensgewinns bereitzustellen. 1989 wurde das Zentrale Knochenmarkspenderregister für Deutschland an der Universität Ulm gegründet. Die ersten rund 2.000 Spenderdaten wurden noch von Hand erfasst.
Was als Idee begann, wurde zum Lebenswerk. Über Jahrzehnte hat Robens mitgeholfen, zahlreiche neue Spenderdateien in Blutspendediensten und an Universitäten aufzubauen, Ärztinnen und Ärzte fortzubilden und die Stammzellspende gerade bei jungen Menschen bekannter zu machen. Von 2012 bis 2016 führte er die Deutsche Stammzellspenderdatei als Geschäftsführer, von 2013 bis 2023 engagierte er sich ehrenamtlich als Schatzmeister der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland.
Rückschläge gehörten dazu. „Aufzugeben aber war für Heinz Robens nie eine Option. Ihn trieb die Überzeugung an, dass sich jede Anstrengung lohnt, wenn dadurch ein Mensch eine passende Spende und damit eine neue Lebenschance erhält. Das verdient unseren höchsten Respekt“, betonte die Hessische Staatsministerin.
Auch im Ruhestand denkt Robens nicht ans Aufhören. Als Ehrenamtlicher kuratiert er heute Kunstausstellungen, deren Erlöse gemeinnützigen Zwecken zugutekommen. Bis heute gilt für ihn der Satz „Wo man helfen kann, muss man es tun.“
„Menschen wie Heinz Robens sind das Rückgrat unserer Gesellschaft“, betonte Stolz. „Er hat nicht auf andere gewartet, sondern selbst angepackt, mit Beharrlichkeit, mit Herz und mit einem klaren Blick dafür, worauf es ankommt. Dafür gebührt ihm unser aufrichtiger Dank.“