Ein Team des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht lächelnd vor einem Rettungswagen im Main-Kinzig-Kreis, teils in DRK-Einsatzkleidung und teils in ziviler Kleidung.

Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Gesundheitsministerin begleitet die Rettungskräfte des DRK Hanau im Einsatz und packt selbst mit an

Diana Stolz: „Wer im Notfall Leben rettet, verdient unseren größten Respekt – und unsere volle Unterstützung“

Bei der zweiten Station ihrer Sommerreise hat Gesundheitsministerin Diana Stolz am Montag die Rettungskräfte beim DRK Hanau bei ihrer Arbeit begleitet und ist bei einem Notfalleinsatz mitgefahren. „Wer im Notfall Leben rettet, verdient unseren größten Respekt – und unsere volle Unterstützung. Der Rettungsdienst ist ein unverzichtbarer Baustein unseres Gesundheitswesens, seine Einsatzkräfte leisten jeden Tag Herausragendes. Ich wollte heute selbst erleben, was dieser Dienst tagtäglich bedeutet“, so Stolz in Hanau. Die Hessische Landesregierung stehe dafür ein, dass sich die Menschen im Not- und Krankheitsfall darauf verlassen können, medizinisch gut versorgt zu werden. „Das ist für mich eine Frage der Demokratie“, stellte Stolz klar.

„Heute habe ich hautnah erlebt, unter welchem Druck und mit welcher Professionalität hier gearbeitet wird. Es ist beeindruckend, mit wie viel Ruhe und Können die Teams in kritischen Momenten handeln. Und es bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass man gute Politik für die Menschen nicht vom grünen Tisch in Wiesbaden aus machen kann. Man muss vor Ort sein und mit denen sprechen, die Tag für Tag im Einsatz sind“, so die Hessische Gesundheitsministerin. In Dienstkleidung fuhr Diana Stolz   gemeinsam mit dem Team des DRK Hanau zu einem realen Notfalleinsatz und packte dabei selbst mit an. Anschließend besichtigte sie die Wache und ihre Rettungsmittel, darunter den Tele-RTW mit Telenotarztsystem, Ultraschallgerät und digitaler Ersteinschätzung, und ließ sich im Simulationsbereich moderne Verfahren der Wiederbelebung zeigen. Im Austausch mit den Einsatzkräften sprach die Ministerin über deren Arbeitsalltag, über Belastungen und über das, was sie für gute Arbeit brauchen.

Das DRK Hanau ist einer der Leistungserbringer im Rettungsdienstbereich Main-Kinzig-Kreis, der bei innovativen Verfahren eine Vorreiterrolle einnimmt. Allein im Jahr 2025 rückten die Teams im Main-Kinzig-Kreis zu rund 86.500 Einsätzen aus. Unter der Ärztlichen Leitung von Dr. Manuel Wilhelm wurden dort zahlreiche zukunftsweisende Verfahren eingeführt, vom Telenotarzt über die Notfallsonographie bis hin zur KI-gestützten EKG-Analyse. Empfangen wurde die Ministerin von Dr. Manuel Wilhelm sowie von Stefan Betz, Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Main-Kinzig gGmbH.

Betz erklärte: „Wir bedanken uns bei Staatsministerin Diana Stolz für ihren Besuch und dafür, dass sie sich die Zeit genommen hat, unseren Rettungsdienst hier im Main-Kinzig-Kreis ganz praktisch kennenzulernen. Besonders wertvoll war die gemeinsame Einsatzfahrt, die ihr einen unmittelbaren Einblick in unseren Arbeitsalltag vermittelt hat. In unserer Fahrzeughalle gaben wir ihr anschließend Einblicke in den Tele-RTW mit Telenotarzt, Sono-Gerät und SMED-Abfrage und stellten aktuelle Projekte vor, mit denen wir die Qualität der Versorgung bei Rettungseinsätzen weiter verbessern. Dabei hat sie sich nicht nur für die technischen Möglichkeiten und deren Einsatz in der Praxis interessiert, sondern ebenso für die menschlichen Aspekte der Arbeit - für die Situation unserer Einsatzkräfte ebenso wie für die Bedürfnisse und Erfahrungen der Patientinnen und Patienten.“

Der Besuch fällt in eine Zeit, in der der Rettungsdienst grundlegend modernisiert wird. Auf Bundesebene wird die Notfallversorgung über die Notfallreform neu aufgestellt, in Hessen bereitet das Ministerium die Novellierung des Hessischen Rettungsdienstgesetzes vor.

„Mit der Novellierung des Hessischen Rettungsdienstgesetzes machen wir den Rettungsdienst in Hessen fit für die Zukunft. Wir schaffen die Voraussetzungen für mehr Digitalisierung, einheitliche Qualitätsstandards und eine moderne Patientenversorgung“, sagte Stolz.

Rettungsdienstgesetz gemeinsam für die Zukunft aufstellen

„Hessen geht wie schon bei den Vorbereitungen zur Krankenhausreform des Bundes den bewährten hessischen Weg, solide geplant, partnerschaftlich und mit klarem Blick auf die Bedürfnisse der Menschen. Für den Rettungsdienst heißt das, dass wir gemeinsam mit den Fachleuten vor Ort landesweite Standards erarbeiten, die langfristig tragen. Die bisherigen Beratungen bestärken uns in diesem Ansatz“, so die Ministerin.

Die Novellierung wird in einer Arbeitsgruppe mit den Hilfsorganisationen, den kommunalen Spitzenverbänden, den Leistungserbringern und weiteren Beteiligten erarbeitet, die ihre Beratungen im Herbst abschließen will. Vorgesehen sind unter anderem eine landesweite Qualitätssicherung, die digitale Alarmierung qualifizierter Ersthelferinnen und Ersthelfer, ein Hessisches Notfallregister sowie der dauerhafte Einsatz telemedizinischer Verfahren wie des Telenotarztes. Bundesreform und Landesgesetz denkt Hessen dabei eng zusammen. „Sollte sich die Bundesreform verzögern, ist Hessen dennoch vorbereitet und kann die notwendigen Schritte eigenständig gehen. Der Bund ist im Wollen, wir sind im Machen. So schaffen wir Planungssicherheit“, betonte Stolz. Zugleich mahnt Hessen für das Bundesgesetz an, dass die Finanzierung und die Verzahnung des Rettungsdienstes von Beginn an mitgedacht werden müssen.

Zum Abschluss ihres Besuchs dankte Diana Stolz den Einsatzkräften persönlich. „Was die Rettungskräfte hier jeden Tag leisten, ist unschätzbar wertvoll. Sie sind da, wenn Menschen in ihrer verletzlichsten Situation Hilfe brauchen, oft unter größtem Druck und mit vollem Einsatz für das Leben anderer. Dafür gebührt ihnen unser tiefer Dank und unser aller Respekt“, so die Ministerin.

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Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

Pressesprecherin

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