Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Aufruf zur Bewerbung bei der Hessischen Sportfördergruppe Polizei und Verwaltung

Sportministerin Stolz: „Der Spitzensport ist immer auch Vorbild für den Breitensport. Hier finden junge Menschen Orientierung, entwickeln Leidenschaft und finden so den Weg in Vereine. Deswegen fördern wir in Hessen beides: den Spitzen- und den Breitensport.“

Innenminister Roman Poseck und Sportministerin Diana Stolz haben am Dienstag für ein duales Studium bei der Sportfördergruppe Polizei sowie bei der Sportgruppe für Verwaltung geworben. „Die Sportförderung in Hessen ist ein Erfolgsrezept, das bereits eine 20-jährige Erfolgsgeschichte schreibt. Hessen war bei der dualen Karriere von Sport und Polizei bzw. Verwaltung Vorreiter und hat mit der Sportspitzenförderung eigene Maßstäbe gesetzt“, so Poseck. Sportministerin Stolz betonte: „Der Spitzensport ist immer auch Vorbild für den Breitensport. Hier finden junge Menschen Orientierung, entwickeln Leidenschaft und finden so den Weg in Vereine. Deswegen fördern wir in Hessen beides: den Spitzen- und den Breitensport.“

„Für viele Sportlerinnen und Sportler ist der Erfolg im Leistungssport mit vielen Unwägbarkeiten verbunden, deshalb bieten wir ihnen Unterstützung und damit die Möglichkeit, sportliche und berufliche Leidenschaft zu vereinbaren. Sportlerinnen und Sportler, die um eine berufliche Perspektive wissen, können so gezielter und konzentrierter trainieren“, erläuterte der Innenminister das Konzept. 

Mitmachen und bewerben lohnt sich

Von klassischen Sportarten wie Leichtathletik, Sportschießen oder Judo bis hin zu nicht-olympischen wie Inline-Speedskating oder Jiu-Jitsu sind die Spitzensportlerinnen und -sportler, die bislang das duale Studium genutzt haben, vielseitig aktiv. Poseck betonte: „Die Erfolge können sich sehen lassen: Zahlreiche Deutsche Meistertitel, 115 Medaillen bei Europameisterschaften und 63 bei Weltmeisterschaften. Dazu kommen 18 Olympiateilnahmen mit insgesamt 4 Olympiamedaillen und 11 Medaillen bei den World-Games. Damit schmücken Gold-, Silber- und Bronzemedaillen die metaphorische Vitrine der Sportfördergruppe.“ Die Sportministerin betonte abschließend: „Mitmachen und bewerben lohnt sich. Werden Sie Teil unserer Hessischen Sportfamilie. Verbinden Sie beruflichen und sportlichen Erfolg miteinander. So sind Sie in jeder Hinsicht Vorbild für die Menschen in unserem Land.“

Die Studiengänge beginnen im September und die Bewerbungen können jetzt eingereicht werden.

Sportfördergruppe Polizei und Verwaltung

Die jungen Athletinnen und Athleten müssen zunächst die regulären Einstellungsvoraussetzungen sowie das Auswahlverfahren für die Einstellung in den gehobenen Polizeidienst erfüllen. Danach können sie das auf ihre spezifischen Anforderungen abgestimmte und auf viereinhalb Jahre ausgedehnte Studium beginnen. Am Ende steht eine ausgebildete Polizeikommissarin als erfolgreiche Spitzensportlerin bzw. ein ausgebildeter Polizeikommissar als erfolgreicher Spitzensportler.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Sportfördergruppe der Polizei sind:

  • Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Teamkader, Nachwuchskader 1, Nachwuchskader 2, Landeskader bei perspektivisch internationalem Niveau.
  • Das perspektivische Gutachten erfolgt durch den Landessportbund Hessen bzw. den Olympiastützpunkt Hessen in Zusammenarbeit mit den Fachverbänden.
  • Olympische Sportart, vorrangig Schwerpunktsportart des Olympiastützpunktes Hessen
  • In Einzelfällen werden auch andere Sportarten gefördert.
  • Ebenso kann im Ausnahmefall bei vorliegender Empfehlung des Landesfachverbandes ein Landeskaderstatus zur Aufnahme ausreichend sein.
  • Die Sportlerin / der Sportler muss grundsätzlich bis zum Einstellungstermin ein Erststartrecht für einen hessischen Verein besitzen.

Sportfördergruppe Verwaltung der Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit

Die dualen Karrieremöglichkeiten für Athletinnen und Athleten sind mit Einrichtung einer neuen Sportgruppe für Verwaltungssportlerinnen und Verwaltungssportler ab 1. September 2020 weiter ausgebaut worden. Auch hier bietet die duale Karriere durch flexible und den Anforderungen des Leistungssports angepasste Lösungen eine parallele Bildungskarriere und eine nachsportliche Berufskarriere für Athletinnen und Athleten. Die Einrichtung einer neuen Sportgruppe für Verwaltungssportlerinnen und Verwaltungssportler orientiert sich an den erfolgreichen Vorgaben und Erfahrungen der Polizeisportfördergruppe.

Die Voraussetzungen für die Aufnahme in die Sportfördergruppe der Verwaltung sind:

Neben den beamten- und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen (insbes. eine zum Hochschulstudium berechtigende Schulbildung oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsstand, sowie die deutsche Staatsangehörigkeit oder eine anerkannte Staatsangehörigkeit) müssen folgende weitere Voraussetzungen vorliegen:

  • Zugehörigkeit zum Olympiakader, Perspektivkader, Ergänzungskader, Nachwuchskader 1, Nachwuchskader 2 oder Landeskader (bei entsprechender Perspektive) der olympischen Sportarten, Sportarten der World Games oder Kaderzugehörigkeit in den entsprechenden Behindertensportfachverbänden.
  • Erststartrecht für einen hessischen Verein zum nächstmöglichen Zeitpunkt ab der Einstellung.
  • Empfehlung zur Einstellung durch die Laufbahnberatung des Olympiastützpunktes Hessen oder ein Empfehlungsschreiben des jeweiligen Fachverbandes bzw. durch die verantwortlichen Behindertensportverbände.
  • Erfolgreiche Teilnahme am Eignungsauswahlverfahren.

Kontakt

Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

Pressesprecherin

Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Sonnenberger Straße 2/2a
65193 Wiesbaden

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