Ab dem 1. Juli 2026 soll die Universitätsmedizin Frankfurt die zentrale Untersuchungsstelle für sportmedizinische Untersuchungen von Landeskader- und Bundeskaderathletinnen werden. „Das ist ein Neustart für die Sportmedizin in Hessen. Das Uniklinikum verfügt über das Personal, die Expertise und die Erfahrung, um junge Athletinnen und Athleten bestmöglich medizinisch zu betreuen. Es wird für den hessischen Leistungssport landesweit der erste Ansprechpartner. Im Mittelpunkt stehen dabei immer die Gesundheit und die nachhaltige Entwicklung unserer Athletinnen und Athleten – vom Nachwuchs bis zur internationalen Spitze“, sagte Sport- und Gesundheitsministerin Diana Stolz.
Neuaufstellung der Sportmedizin
Mit der Neuaufstellung der Sportmedizin soll eine weitere Professionalisierung in der medizinischen Betreuung von jungen Sportlerinnen und Sportlern in Hessen erzielt werden. Zudem erfolgt die noch engere Einbindung von Fragen und Interessen des Leistungssports in das Forschungsnetzwerk des größten hessischen Klinikums. „Die Universitätsmedizin bietet über die sportmedizinische Untersuchung auf Spitzenniveau hinaus auch ein dichtes Wissensnetzwerk, um etwaige Befunde professionell abzuklären und die Jugendlichen mit ihren Eltern zu beraten. Die zukünftig enge Kooperation mit unseren Spezialisten – von der Kinder- und Jugendmedizin über die Orthopädie bis hin zum Zentrum für Arrhythmiesyndrome und plötzlichen Herztod – dürfte in dieser Form deutschlandweit einmalig sein. Es geht hier zuvorderst darum, die Gesundheit der jungen Menschen im hessischen Leistungssport zu schützen“, erklärte Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Frankfurt.
Mit dem Neuanfang sind die hessischen Sportfachverbände einer Initiative des Hessischen Sportministeriums, des Landessportbunds Hessen e.V. und des Olympiastützpunkts Hessen gefolgt, die Sportmedizin für Hessen neu aufzustellen und auszuweiten. „Mit dem Neustart der präventiven Versorgung durch die Universitätsmedizin Frankfurt setzen wir neue Maßstäbe. Die wissenschaftliche Exzellenz der Uniklinik ist die ideale Ergänzung für unser sportmedizinisches Netzwerk und komplettiert das Betreuungsangebot für unsere Athletinnen und Athleten in Hessen auf höchstem Niveau“, erklärte der Leiter des Olympiastützpunkts Hessen, Markus Kremin.
Das Land Hessen finanziert dabei grundsätzlich die Untersuchungen der Landeskader, der Bund bezahlt für den Gesundheitscheck der Bundeskader. Ziel der einmal jährlich verpflichtenden Untersuchung ist die Prävention und Minimierung von gesundheitlichen Risiken im Leistungssport. „Eine kompetente sportmedizinische Anlaufstelle ist essenziell für Hessens Nachwuchstalente. Ich danke der Universitätsmedizin Frankfurt, dass sie diese wichtige Aufgabe künftig übernimmt und dem Team der Sportklinik Frankfurt e.V. für die exzellente Arbeit der vergangenen Jahre“, betonte die lsbh-Vizepräsidentin Leistungssport Annika Mehlhorn.
Gegenwärtig werden an der bereits seit Jahren bestehenden Kaderuntersuchungsstelle am Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin von Direktor Prof. Dr. David Groneberg die letzten Vorbereitungen für die Ausweitung der sportmedizinischen Untersuchungen getroffen. „Bei uns wird der hessische Leistungsportnachwuchs in allerbesten Händen sein. Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und die enge Zusammenarbeit mit dem organisierten Sport in Hessen zum Wohle der Athletinnen und Athleten“, ergänzte Sportmediziner Prof. Dr. David Groneberg.