Diana Stolz nannte die Praxis einen „Gewinn für die Patientinnen und Patienten“. „Mit der neuen Zweigpraxis in Schotten schaffen wir eine wohnortnahe Ergänzung zur bestehenden Praxis in Büdingen und verbessern die Versorgung im südwestlichen Vogelsbergkreis spürbar“, erklärte Stolz. „Gerade für ältere Menschen, die auf eine regelmäßige fachärztliche Betreuung angewiesen sind, bedeutet die neue Praxis eine echte Entlastung. Das Land Hessen unterstützt dieses Engagement für eine verbesserte medizinische Versorgung mit rund 39.000 (39.309,16) Euro.“
Ziel der Neugründung ist es, die urologische Versorgung in der Region zu verbessern und insbesondere älteren Patientinnen und Patienten lange Anfahrtswege zu ersparen. Die Urologische Praxis Büdingen, die seit 2017 als Partnerschaftsgesellschaft betrieben wird, zählt aktuell drei Ärztinnen und Ärzte mit zwei Kassenarztsitzen. Pro Quartal werden rund 2.800 Patientinnen und Patienten behandelt. Die Urologie befasst sich mit der Vorsorge, Diagnose und Behandlung von Erkrankungen der Harnorgane sowie der männlichen Geschlechtsorgane.
Um die Versorgung in der Region südwestlicher Vogelsberg zu sichern, hat die Büdinger Praxis beschlossen, den freien Sitz zu übernehmen und in Form einer Zweigpraxis in Schotten zu besetzen.
Für die neuen, barrierefreien Praxisräume in Schotten ist ein erheblicher Investitions- und Renovierungsbedarf notwendig, unter anderem für Elektrik, Internetinfrastruktur, Fußböden und medizinische Geräte. Mit der Förderung unterstützt das Land Hessen die Einrichtung dieser neuen Praxisräume.
„Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir die medizinische Versorgung im ländlichen Raum konkret stärken können – durch engagierte Ärztinnen und Ärzte, die Versorgungslücken erkennen und aktiv schließen. Das unterstützen wir von Seiten des Landes“, so Stolz abschließend.
Zur Förderung
Mit der Förderung unterstützt das Land Hessen Projekte, die die gesundheitliche Versorgung in den Regionen stärken und weiterentwickeln. Ziel ist es, bedarfsgerechte und leistungsfähige Strukturen zu schaffen, die eine wohnortnahe Versorgung sichern.
Dazu zählen beispielsweise die Unterstützung von Praxisneugründungen und medizinischen Versorgungszentren, die Förderung der Ausbildung und Niederlassung junger Ärztinnen und Ärzte sowie neuer Kooperationsformen zwischen ambulanten, stationären und pflegerischen Angeboten. Regionale Förderprogramme ergänzen diese Maßnahmen.
Pakt für Gesundheit
Gemeinsam mit den Partnern des hessischen Gesundheitswesens im Pakt für Gesundheit stärkt das Land Hessen die medizinische Versorgung. Auch hier gilt es, die Frage zu beantworten, wie die Versorgung im ländlichen Raum unterstützt werden kann, da dieser besonders mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Die hessische Gesundheitsministerin hat die Akteure des Gesundheitswesens kurz nach ihrem Amtsantritt zum Pakt für Gesundheit eingeladen, um ein kompetentes Gremium zu schaffen, das die anstehenden Zukunftsaufgaben im Gesundheitswesen gemeinsam anpackt. „Uns eint die Überzeugung, dass die anstehenden Herausforderungen nur gemeinsam und sektorenübergreifend gelöst werden können, um weiterhin eine zukunftsfeste, qualitativ hochwertige und flächendeckende Gesundheitsversorgung gewährleisten zu können“, so Stolz zur Arbeit des Paktes.
Die Paktpartner:
die Hessische Krankenhausgesellschaft, die Kassenärztliche Vereinigung Hessen, die Landesärztekammer, der Hausärzteverband, der Verband der Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, die Psychotherapeutenkammer Hessen, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, die Landeszahnärztekammer Hessen, die Kassenzahnärztliche Vereinigung, die Landesapothekerkammer Hessen, der Hessische Apothekerverband, die AOK Hessen, die Barmer, die Techniker Krankenkasse, der Verband der Ersatzkassen, die IKK classic, der BKK Landesverband Süd, die Knappschaft Bahn See, DAK Gesundheit, das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege, die Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung und die Kommunalen Spitzenverbände – der Hessische Landkreistag, der Hessische Städtetag und der Hessische Städte- und Gemeindebund