Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz hat heute einen Förderbescheid von mehr als 420.000 Euro an die Diakonie Hessen e.V. und die Alzheimer Gesellschaft Hessen e.V. als Träger der neuen Landesfachstelle überreicht und allen Beteiligten für ihr Engagement gedankt.
„Demenz verändert nicht nur das Leben der Betroffenen, sondern auch den Alltag ihrer Familien. Gerade Angehörige übernehmen oft über Jahre große Verantwortung. Sie brauchen verlässliche Informationen, Beratung und konkrete Entlastung. Mit der Landesfachstelle stärken und bündeln wir deshalb die Unterstützung vor Ort und bringen bestehende Angebote und Fachwissen besser zusammen“, sagte Diana Stolz, die den Zuwendungsbescheid im Rahmen der Informationsveranstaltung „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ überreichte. Rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich dabei insbesondere über Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für pflegende und betreuende Angehörige.
Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen im Blick
In Hessen gibt es schätzungsweise rund 125.000 Menschen über 65 Jahren mit Demenz. Für diese Menschen und ihre Angehörigen sind neben einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung auch Beratung, soziale Kontakte, Teilhabe und Entlastungsangebote wichtig. Die Landesfachstelle richtet sich deshalb an Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ebenso wie an Beratungsstellen und Fachkräfte, Initiativen und Netzwerke. Sie macht vorhandene Angebote sichtbarer und trägt dazu bei, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Als zentrale Anlaufstelle stärkt sie den Austausch und die Zusammenarbeit der Akteure, vermittelt Wissen und bringt das Thema Demenz stärker in die Öffentlichkeit. Dabei geht es auch darum, für die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu sensibilisieren und einen offenen Umgang mit der Erkrankung zu fördern.
„Demenz verändert den Alltag der Menschen, die erkrankt sind, und ihrer Familien. Angehörige begleiten und unterstützen ihre Familienmitglieder oft über viele Jahre und übernehmen dabei große Verantwortung. Gleichzeitig brauchen alle Beteiligten verlässliche Informationen, gute Beratung und passende Unterstützung. Mit der Landesfachstelle schaffen wir eine zentrale Anlaufstelle, die Wissen vermittelt und Angebote zusammenführt. So wollen wir dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen die Unterstützung finden, die sie brauchen“, betonte Gesundheitsministerin Diana Stolz.
Hessische Demenzstrategie wird konkret
Die Landesfachstelle ist ein wichtiger Baustein der Hessischen Demenzstrategie, die im März 2026 durch die Hessische Landesregierung beschlossen wurde. Sie soll dazu beitragen, die darin festgelegten Ziele Schritt für Schritt in die Praxis zu bringen.
Die Landesfachstelle ist organisatorisch bei der Diakonie Hessen angesiedelt und wird in enger Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Hessen betrieben. Beide Partner bringen ihre fachliche Expertise und ihre bestehenden Netzwerke in die Arbeit der Landesfachstelle ein.