Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Land unterstützt Hanauer Pflegedienst mit rund 149.000 Euro

Gesundheits- und Pflegeministerin Diana Stolz: „Mit dem Modellprojekt ‚Kultursensible Pflege‘ werden pflegende Angehörige ganz konkret entlastet – das unterstützen wir als Land.“

Im Rahmen der zweiten Förderperiode „Innovative Modellprojekte in der Kurzzeit-, Tagespflege und in ambulanten Wohnformen“ wird das Projekt „Kultursensible Pflege“ des Hanauer Pflegedienstes Güven Pflegezentren GmbH mit rund 149.000 (148.353,50) Euro gefördert. „Pflegebedürftigkeit bringt oftmals viele Herausforderungen mit sich. Die hessische Landesregierung steht an der Seite der Menschen, die pflegen oder Pflege benötigen“, bekräftigt Gesundheits- und Pflegeministerin Diana Stolz. Das Hanauer Projekt beinhaltet Beratungs- und Begegnungsformate in der Tagespflege und im Quartier. Es soll ein Entlastungskonzept, speziell für Angehörige von Menschen mit Migrationshintergrund, entwickelt und erprobt werden.

Lebensqualität pflegender Angehöriger soll verbessert werden

Das Projekt zielt darauf ab, die Lebensqualität pflegender Angehöriger spürbar zu verbessern. Mit regelmäßigen Pflegecafés soll eine nachhaltige Selbsthilfe- und Austauschstruktur für die pflegenden Angehörigen etabliert werden. „Mehr als 86 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt. Die An- und Zugehörigen leisten dabei Außerordentliches, damit die Menschen weiterhin im eigenen Zuhause bleiben können. Das unterstützt das Land Hessen mit den geförderten Projekten, die Pflegende entlasten, stärken oder die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf fördern“, erläuterte die Ministerin. Die Unterstützung des Modellprojekts erfolgt im Zuge der zweiten Förderperiode des Programms „Innovative Modellprojekte in der Kurzzeit-, Tagespflege und in ambulanten Wohnformen“.

Hintergrund der Förderung

In Hessen wurde Ende 2023 mit 86,4 Prozent die Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen zu Hause versorgt. Um auch weiterhin möglichst vielen Menschen eine Pflege im eigenen häuslichen Umfeld zu ermöglichen, braucht es flexible Angebote in der Kurzzeit- und Tagespflege sowie in ambulanten Wohnformen.

Diese Angebotsformen entlasten pflegende An- und Zugehörige und sichern die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Entlastung pflegender Angehöriger.

Stolz betonte: „Pflege ist ein menschliches Miteinander. Deshalb unterstützen wir Projekte, die Pflege neu denken. Gerade in einer älter werdenden Gesellschaft brauchen wir starke Impulse, um die Pflege zukunftsfähig und menschlich zu gestalten.“

Mit dem Förderprogramm „Innovative Modellprojekte in der Kurzzeit-, Tagespflege und in ambulanten Wohnformen“ werden nicht-investive Projekte unterstützt, die hessenweit übertragbar sind und sowohl die häusliche Versorgung als auch die Quartiersentwicklung sowie die Schnittstellen zwischen Krankenhaus, Reha und Pflege verbessern. Dazu gehören die Entwicklung neuer Quartierskonzepte und Unterstützungsangebote, die bedarfsgerechte Weiterentwicklung von Angebotsstrukturen – etwa durch erweiterte Öffnungszeiten oder eine bessere Fallsteuerung – sowie die Optimierung von Übergängen zwischen den Sektoren. Ebenso umfasst die Förderung die Modernisierung von Alltagsprozessen, beispielsweise durch digitale Anwendungen oder kultursensible Pflege, sowie die Erprobung von Strategien zum Umgang mit herausforderndem Verhalten. Das Förderprogramm im Bereich der Zukunftsaufgabe Pflege wurde im April dieses Jahres ausgeweitet. Freie Träger, Kommunen sowie andere Organisationen von Pflegeheimen mit Sitz in Hessen konnten bis zum 30. Juni 2025 Förderanträge einreichen. Die Gesamtsumme der ersten Förderwelle betrug 477.458,54 Euro, die der zweiten 294.766,63 Euro.

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Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

Pressesprecherin

Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Sonnenberger Straße 2/2a
65193 Wiesbaden

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