Hessen stärkt die Vorsorge für besondere Lagen im Gesundheitswesen. Gesundheitsministerin Diana Stolz hat heute Herrn Prof. Dr. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt, und Herrn Stefan Sydow, Abteilungsleiter Gesundheit im Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG), im Rahmen der Resilienzwoche ihre Ernennungsurkunden überreicht, mit denen sie gemeinsam die Leitung des Planungsstabs Stationäre Versorgung in Hessen (PlanStabStV) übernehmen.
Gesundheitsministerin Diana Stolz erklärte: „Ein leistungsfähiges Gesundheitswesen muss auch dann verlässlich funktionieren, wenn besondere Herausforderungen entstehen. Deshalb müssen wir vorsorgen und Strukturen schaffen, die im Ernstfall tragen. Mit dem Planungsstab stärken wir die operative Handlungsfähigkeit des Landes. Zentrale Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass die stationäre Versorgung auch unter erschwerten Bedingungen bis zum Bündnisfall bestmöglich gewährleistet werden kann.“
Koordiniertes und strukturiertes Vorgehen
Der Planungsstab übernimmt die koordinierte Steuerung von Patientinnen und Patienten innerhalb der medizinischen Versorgungsregionen sowie über deren Grenzen und gegebenenfalls über Landesgrenzen hinweg. So sollen Überlastungen einzelner Regionen vermieden und vorhandene Kapazitäten bestmöglich genutzt werden.
„In Krisensituationen ist ein koordiniertes und strukturiertes Vorgehen besonders entscheidend. Dafür müssen Informationen über Bedarf und verfügbare Kapazitäten zentral zusammenlaufen. Auf dieser Grundlage können fundierte Entscheidungen darüber getroffen werden, wie Patientinnen und Patienten gezielt verteilt und auch in spezifischen Krisensituationen bestmöglich versorgt werden können. Hessen hat hierfür eine vorbildliche Struktur geschaffen“, erklärte Prof. Graf.
„Besondere Lagen erfordern klare Zuständigkeiten, abgestimmte Abläufe und vor allem eines: schnelle Handlungsfähigkeit. Mit Prof. Dr. Jürgen Graf und Stefan Sydow verbinden wir medizinische Expertise mit der Steuerungs- und Verwaltungskompetenz des Landes. Damit schaffen wir eine belastbare Struktur, die im Ernstfall schnell Entscheidungen vorbereiten und die vorhandenen Kapazitäten gezielt steuern kann. Die Menschen in Hessen sollen sich darauf verlassen können, dass ihre medizinische Versorgung auch in schwierigen Situationen gesichert ist“, betonte die Gesundheitsministerin.
Baustein für ein resilientes Gesundheitswesen
Die Stärkung der stationären Versorgung ist zugleich ein wichtiger Baustein der Vorsorge- und Resilienzstrategie der Hessischen Landesregierung. Ziel ist es, die Strukturen des Gesundheitswesens so aufzustellen, dass sie auch bei besonderen Belastungen leistungsfähig und handlungsfähig bleiben. Mit der aktuellen Resilienzwoche sensibilisiert die Landesregierung ressortübergreifend für Vorsorge, Selbstschutz und Krisenprävention.
„Resilienz bedeutet, vorbereitet zu sein und auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben. Genau dafür schaffen wir mit dem Planungsstab eine wichtige Grundlage. Wir wollen nicht erst reagieren, wenn eine besondere Lage eingetreten ist. Wir treffen heute Vorsorge, damit im entscheidenden Moment die notwendigen Strukturen, Zuständigkeiten und Abläufe klar sind. Das stärkt die Sicherheit und Verlässlichkeit der medizinischen Versorgung in Hessen“, sagte Gesundheitsministerin Diana Stolz.