Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Land fördert Schulung von Fachkräften aus Suchthilfeeinrichtungen

Gesundheitsministerin Diana Stolz betont, dass „wir insbesondere Kinder und Jugendliche wirksam schützen“ müssen. Um junge Menschen bei Drogenmissbrauch frühzeitig erreichen zu können, investiert das Land jetzt 33.000 Euro.

„Wir brauchen passgenaue Angebote, um Jugendliche frühzeitig erreichen und wirksam schützen zu können. Jugendliche sind in ihrer Entwicklung besonders verletzlich und früher Drogenkonsum ist mit erheblichen gesundheitlichen und sozialen Risiken verbunden“, so die Ministerin.

Das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege fördert die Schulung von Fachkräften aus Suchthilfeeinrichtungen für das evaluierte Frühinterventionsprogramm „Frühintervention bei Drogenmissbrauch in der Adoleszenz“ (FriDA) mit rund 33.000 (33.290) Euro. Ziel ist es, insbesondere minderjährigen Cannabiskonsumierenden frühzeitig Unterstützung zu bieten und ihnen den Zugang zur ambulanten Suchthilfe zu erleichtern.

Junge Menschen schützen und bestehende Unterstützungsangebote ausbauen

Erwerb, Besitz und Anbau von Cannabis sind für Minderjährige auch nach der Teillegalisierung weiterhin verboten. „Das bestehende Verbot ist wichtig, aber es reicht allein nicht aus, um Jugendliche vor Drogenmissbrauch zu schützen“, so Stolz. Es bleibt daher ein zentrales Anliegen der Gesundheits- und Familienministerin, junge Menschen zu schützen und bestehende Unterstützungsangebote auszubauen. Das Beratungsprogramm FriDA ist familienorientiert ausgerichtet und stärkt die Vernetzung zwischen Suchthilfe, Jugendhilfe und Schule.

FriDA trägt dazu bei, die Versorgung von cannabiskonsumierenden Minderjährigen und ihren Familien zu verbessern. Die Einbeziehung der Eltern und des sozialen Umfelds hilft dabei, auch weniger motivierte Jugendliche zu erreichen. Hauptzielgruppe sind 12- bis 18-Jährige. Junge Erwachsene bis 21 Jahre können ebenfalls beraten werden, sofern sie noch im elterlichen Haushalt leben. Neben Cannabiskonsum werden auch anderer Substanzkonsum sowie Medien- und Computerspielverhalten in den Beratungen aufgegriffen.

Netzwerk an FriDA-Beratungsstellen weiter ausgebaut

Mit der Förderung können 2025 und 2026 insgesamt zwölf Beraterinnen und Berater aus sechs Suchthilfeeinrichtungen an der Qualifizierung für FriDA teilnehmen. Damit baut das Land Hessen das Netzwerk an FriDA-Beratungsstellen weiter aus. Aktuell bieten bereits fünf Einrichtungen in Hessen Beratungen nach diesem Konzept an.

Die Schulung hat im November begonnen und wird von der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e. V. organisiert und koordiniert.

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Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

Pressesprecherin

Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

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