Gesundheitsministerin Stolz steht zwischen Personen in einem Büro.

Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Gesundheitsministerin Stolz im Austausch mit der Branddirektion Frankfurt am Main

Hessens Gesundheitsministerin Diana Stolz hat die Branddirektion Frankfurt am Main besucht. Im Gespräch mit deren Direktor, Markus Röck, sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Branddirektion und der Leitstelle ging es um die aktuelle Einsatzlage und die Weiterentwicklung der Notfallversorgung.

Ein Schwerpunkt waren die Auswirkungen der Hitzelage Ende Juni 2026. „Die Gespräche mit den Verantwortlichen der Branddirektion und der Leitstelle haben wieder deutlich gemacht, wie wichtig der direkte Austausch über die Erfahrungen aus besonderen Einsatzlagen ist. Die Rückmeldungen aus der Praxis sind für uns eine zentrale Grundlage, um die Notfallversorgung weiterzuentwickeln und auf künftige Herausforderungen gut vorbereitet zu sein“, so Stolz.

In Frankfurt war der Rettungsdienst während der Hitzewelle zeitweise stark belastet. Zur Bewältigung des erhöhten Einsatzaufkommens wurden zusätzliche Rettungswagen eingesetzt. Krankentransporte mussten zeitweise zugunsten akuter Notfalleinsätze zurückgestellt werden. „Für diesen Einsatz möchte ich mich von Herzen bedanken. Der Dank geht von hier aus auch an die Rettungskräfte hessenweit. Diese setzen sich Tag für Tag dafür ein, dass Menschen in Not schnell und zuverlässig Hilfe erhalten“, erklärte Stolz.

Einsamkeit erhöht Risiken in Hitzeperioden

Bei dem Austausch wurde aus der Praxis vor Ort nochmals verdeutlicht, dass besonders häufig alleinlebende ältere Menschen versorgt werden mussten, die infolge der hohen Temperaturen gesundheitliche Probleme entwickelten und oftmals erst spät Hilfe erhielten. Das zeigt: Einsamkeit und soziale Isolation können gesundheitliche Risiken in Extremwetterlagen zusätzlich verstärken.

„Hitze ist längst nicht mehr nur eine Herausforderung für das Gesundheitssystem, sondern für unsere gesamte Gesellschaft. Besonders ältere Menschen, die allein leben, sind in solchen Wetterlagen einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Deshalb brauchen wir nicht nur gute medizinische Versorgung und einen leistungsfähigen Rettungsdienst, sondern auch Aufmerksamkeit und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, betonte die Ministerin.

Erfahrungen aus der Praxis fließen in Rettungsdienstreform ein

Ziel der laufenden Novellierung des Hessischen Rettungsdienstgesetzes (HRDG) sei es, den Rettungsdienst in Hessen zukunftsfest aufzustellen und die Notfallversorgung weiter zu stärken, erläuterte Stolz im Gespräch. Im Fokus stehen landesweit einheitliche Qualitätsstandards, die digitale Alarmierung qualifizierter Ersthelfer, ein hessisches Notfallregister sowie der dauerhafte Einsatz telemedizinischer Verfahren und digitaler Ersteinschätzung. Die Reform wird dabei eng mit den Entwicklungen auf Bundesebene verzahnt.

Die Branddirektion brachte zudem ihre Erfahrungen aus der Hitzewelle und Anregungen für die Weiterentwicklung des Rettungsdienstes ein. Diese betreffen unter anderem eine stärkere überregionale Koordinierung in besonderen Einsatzlagen, klare Kommunikationswege zwischen den beteiligten Stellen und den Ministerien sowie die langfristige Stärkung der Resilienz des Rettungsdienstes.

Erfahrungen der Einsatzkräfte sind unverzichtbar

„Mir ist es wichtig, dass wir den Rettungsdienst nicht vom Schreibtisch aus weiterentwickeln, sondern gemeinsam mit den Menschen, die jeden Tag Verantwortung übernehmen. Die Menschen, die täglich im Einsatz sind, kennen die Herausforderungen vor Ort am besten – gerade aus besonderen Einsatzlagen wie der Hitzewelle – und geben wichtige Impulse dafür, wie wir Strukturen weiter verbessern, Prozesse anstoßen und Beschäftigte spürbar entlasten können. Die Erfahrungen der Einsatzkräfte sind damit unverzichtbar, um den Rettungsdienst in Hessen weiterhin gut aufzustellen. Im Not- und Krankheitsfall müssen die Bürgerinnen und Bürger sicher sein können, medizinisch gut versorgt zu werden“, so Gesundheitsministerin Diana Stolz.

Die Branddirektion Frankfurt am Main nimmt als Träger und zugleich größter Leistungserbringer des Rettungsdienstes in Hessen eine zentrale Rolle in der Notfallversorgung ein. Mit der größten integrierten Leitstelle des Landes, jährlich rund 140.000 Einsätzen und der landesweiten Koordinierungsverantwortung für ärztlich begleitete Sekundärtransporte verfügt sie über umfangreiche Erfahrungen in der Steuerung komplexer Einsatzlagen und der Organisation rettungsdienstlicher Versorgung in einem großstädtischen Umfeld.

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Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

Pressesprecherin

Hessisches Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

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65193 Wiesbaden