Die Stipendien sind mit je 2.000 Euro dotiert und gehen an junge Ehrenamtliche, die sich neben Studium oder Ausbildung in besonderer Weise für den Kinder- und Jugendsport in Hessen einsetzen. Die Stipendiaten kommen in diesem Jahr aus Bad Nauheim, Kassel, Frankfurt am Main, Fulda und Hainburg.
„Das Ehrenamt ist das felsenfeste Fundament des Sports in Hessen. Unsere diesjährigen Stipendiatinnen und Stipendiaten übernehmen neben Studium oder Ausbildung Verantwortung für Kinder und Jugendliche, sind Vorbilder und leisten damit einen wichtigen Beitrag für den Nachwuchs- und Vereinssport. Sie zeigen, wie viel junge Menschen im Sport bewegen können. Für diesen außergewöhnlichen Einsatz und ihre Bereitschaft, auch künftig Verantwortung zu übernehmen, sagen wir heute von Herzen Danke“, so Dr. med. vet. h.c. Ann Kathrin Linsenhoff, Sportbeauftragte der Hessischen Landesregierung, anlässlich der Übergabe der Stipendien in der Hessischen Staatskanzlei.
Auch Malin Hoster, Vorsitzende der Sportjugend Hessen, würdigte das Engagement der fünf jungen Menschen und betonte dessen Bedeutung weit über den Sport hinaus: „In einer demokratischen Gesellschaft spielt das Engagement junger Menschen eine zentrale Rolle. Der Einsatz unserer fünf Stipendiatinnen und Stipendiaten bringt frische Perspektiven, Kreativität und Energie in unsere Gemeinschaft. Indem sie Verantwortung übernehmen, gestalten sie nicht nur ihre Vereine aktiv mit, sondern tragen auch zur gesellschaftlichen Vielfalt und zum Zusammenhalt bei. Ihr Engagement ist ein wichtiger Beitrag zu einer offenen und solidarischen Gesellschaft, die auf den Einsatz ihrer jungen Generation angewiesen ist. Dafür möchte ich den Stipendiaten und Stipendiatinnen im Namen der Sportjugend Hessen meine größte Anerkennung und meinen allerherzlichsten Dank aussprechen“, so die Vorsitzende der Sportjugend Hessen Malin Hoster.
Die Stipendiatinnen und Stipendiaten 2026
Jonas Wintershoff aus Bad Nauheim
Seit mehr als acht Jahren engagiert sich Jonas Wintershoff für den sportlichen Nachwuchs – und das gleich in zwei Sportarten. In der Leichtathletik ist der 24-Jährige beim LSC Bad Nauheim als Jugendtrainer tätig und hat seit 2024 zusätzlich das Amt des Jugendwarts inne. Als hauptverantwortlicher Trainer betreut er dort eine Wettkampfgruppe der Altersklassen U12 und U14. Darüber hinaus organisiert er Leichtathletik-Trainingslager, Mountainbike-Touren und Wasserski-Events. Darüber hinaus engagiert er sich als stellvertretender Vorsitzender des Jugendvorstands des Hessischen Skiverbandes.
Jennifer Langer aus Kassel
Seit mehr als einem Jahrzehnt ist Jennifer Langer im Rudersport in Nordhessen aktiv. Die 26-jährige Lehramtsstudentin aus Kassel engagiert sich in vielfältigen Funktionen für ihre Sportart: als Sportwartin beim RVFG Kassel e.V. und im Schulruderzentrum Kassel e.V., als Kassenwartin bei der Hessischen Ruderjugend e.V. und beim Kasseler Regattaverein e.V. sowie als Wettkampfrichterin für den Deutschen Ruderverband. Mit großem Einsatz organisiert und begleitet sie Regatten, Ruderfreizeiten und Lehrgänge und hat über viele Jahre zahlreiche Kinder an den Rudersport herangeführt und trainiert.
Lena Djeriou aus Frankfurt am Main
2023 wurde Lena Djeriou von der Stadt Frankfurt als Nachwuchssportlerin des Jahres ausgezeichnet. Heute gibt die 22-Jährige ihre eigenen Erfahrungen aus dem Leistungssport mit großem Engagement an die nächste Generation weiter. Bis 2025 war sie Mitglied der Judo-Nationalmannschaft und wurde drei Mal Deutsche Meisterin im Nachwuchsbereich. Bei der TSG Nordwest Frankfurt 1898 e.V. ist sie bereits seit 2017 als Sportassistentin aktiv. Sie plant und leitet bis zu drei Mal wöchentlich Trainingseinheiten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Breiten- und Leistungssport. Lena Djeriou verbindet damit ihre eigenen Erfahrungen und sportlichen Höchstleistungen mit großer Verantwortung für den Nachwuchs. Sie studiert Soziologie im Hauptfach und BWL im Nebenfach an der Goethe-Universität Frankfurt.
Paula Gremm aus Fulda
Die 21-jährige Paula Gremm ist Abteilungsleiterin Gymnastik in ihrem Heimatverein bei der SG Kiebitzgrund 1926/48 e.V. im Landkreis Fulda und für zwölf Gymnastik- und Tanzgruppen verantwortlich. Darüber hinaus engagiert sie sich bei Vereinsveranstaltungen und hat unter anderem an der Vereinschronik „100 Jahre SGK“ und den dazugehörigen Feierlichkeiten mitgewirkt. Mit viel Eigeninitiative und Organisationstalent übernimmt sie Verantwortung für das Vereinsleben. Auch auf Verbandsebene bringt sie sich als Vorstandsmitglied der Hessischen Turnjugend ein. Paula Gremm studiert Digital Media Systems an der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen.
Maris-Luina Petzold aus Hainburg
Maris-Luina Petzold engagiert sich seit vielen Jahren bei der Turnerschaft Klein-Krotzenburg als Übungsleiterin und betreut dort bis zu fünf Kindertanzgruppen. Als aktive Gardetänzerin gibt sie ihre Begeisterung für den Sport an Kinder und Jugendliche weiter und vermittelt ihnen dabei Werte wie Teamgeist, Fairness, Verlässlichkeit und soziales Miteinander. Darüber hinaus engagiert sie sich als Gruppenleiterin in einem Zeltlager. Auch über die Vereinsarbeit hinaus setzt sie sich für den Sport in ihrer Heimat ein. Sie leitet das Projekt „Sport im Park“ in Hainburg und ist das aktuelle Kampagnengesicht der Sportjugend Hessen für die Kampagne „Zeig’s uns“.
Hintergrund: Dr. Horst-Schmidt-Jugendsportstipendium
Für das Dr. Horst-Schmidt-Jugendsport-Stipendium können sich in Ausbildung befindliche junge Menschen bewerben, die zwei Jahre oder länger in einem oder mehreren hessischen Sportvereinen, Sportkreisen und/oder Sportfachverbänden über eine Honorartätigkeit hinaus ehrenamtlich im Jugend- und Freizeitsport tätig sind. Bewerben können sich Studentinnen und Studenten, Fachhochschülerinnen und Fachhochschüler sowie Auszubildende. Die Bewerberinnen und Bewerber müssen ihre Bereitschaft zum Ausdruck bringen, auch zukünftig in einem hessischen Verein, Sportkreis und/oder Sportfachverband ehrenamtliche Tätigkeiten ausüben zu wollen.
Auch in diesem Jahr hat eine Jury bestehend aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sportjugend Hessen, des Hessischen Ministeriums für Kultus, Bildung und Chancen sowie der Sportabteilung im Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege die besten fünf Bewerbungen ausgewählt.
Das Dr.-Horst-Schmidt-Stipendium erinnert an den ehemaligen Hessischen Sozialminister Dr. Horst Schmidt, der von 1969 bis zu seinem tragischen Unfalltod im Oktober 1976 dem hessischen Kabinett angehörte. Das Förderprogramm hat einen festen Platz in der Sportförderpolitik der Landesregierung und ist Teil einer Anerkennungskultur für ehrenamtlich aktive junge Frauen und Männer aus Hessen.