Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

HPV-Awareness-Tag am 4. März

Anlässlich des HPV-Awareness-Tags am 4. März wirbt die Hessische Gesundheits- und Familienministerin, Diana Stolz, für Impfungen, die vor Humanen Papillom Viren (HPV) und damit vor bestimmten gefährlichen Krebserkrankungen schützen können.

Stolz betonte: „Es ist so wichtig, Eltern und junge Menschen über das HPV-Virus zu informieren. Impfen kann Mädchen und Jungen gegen bestimmte Krebsarten schützen.“

Krebs ist eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Infektionen mit HPV zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Sie können schwerwiegende Erkrankungen auslösen, darunter Gebärmutterhalskrebs, aber auch andere HPV-assoziierte Erkrankungen, wie z.B. Krebs im Intimbereich oder im Mund- und Rachenraum. Laut Informationen des Robert Koch-Instituts erkranken in Deutschland jährlich über 9.000 Menschen an Krebs ausgelöst durch HPV.

Impfungen schützen vor Infektion

Dabei kann man bereits im Kinder- und Jugendalter dagegen etwas tun und sich impfen lassen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Standardimpfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Eine verpasste Immunisierung kann auch bei älteren Jugendlichen nachgeholt werden.

HPV-Impfstoffe schützen zu fast 100% vor einer Infektion mit in den Impfstoffen enthaltenen HPV-Typen. Aktuell sind in Deutschland zwei Impfstoffe verfügbar.

Neben der HPV-Impfung gibt es zusätzliche präventive Maßnahmen, die dazu beitragen können, das Risiko von HPV-assoziierten Krebserkrankungen zu minimieren. Dazu gehören regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennungsmethoden.

Einige Länder, wie z.B. Großbritannien und Schweden, in denen HPV-Impfprogramme früh begonnen wurden, verzeichnen – im Vergleich zu anderen Ländern – heute hohe HPV-Impfquoten von z.B. über 80 Prozent bei Mädchen. Hier konnte bereits ein positiver Effekt auf die Krankheitslast durch HPV wissenschaftlich belegt werden. Dies zeigt, wie wichtig eine hohe HPV-Impfbeteiligung in der Bevölkerung ist.

In Deutschland lag die durchschnittliche Impfquote bei 15-jährigen Mädchen im Jahr 2024 für eine vollständige Impfserie bei 55 Prozent, bei 15-jährigen Jungen bei 36 Prozent.

„Wir sind zwar auf dem richtigen Weg, aber ich hoffe, es entscheiden sich mehr Menschen dafür, ihre Mädchen und Jungen impfen zu lassen, um sie vor schweren Erkrankungen durch HPV zu schützen“, erklärte Stolz.

In Hessen liegt die Quote bei 52 Prozent bei 15-jährigen Mädchen und 32 Prozent bei 15-jährigen Jungen.

Awareness-Tag hebt Bedeutung von Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen hervor

„Es ist mir ein dringendes Anliegen, noch breiter über den Impfschutz zu informieren, insbesondere die Eltern der Altersgruppe der 9- bis 14-Jährigen, um Kinder- und Jugendliche effektiv zu schützen“, stellte die Gesundheitsministerin dar.

Der jährliche HPV-Awareness-Tag am 4. März dient dazu, das Bewusstsein für Humane Papillomviren (HPV) und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit zu schärfen. Ziel ist es, die Öffentlichkeit über präventive Maßnahmen aufzuklären und die Bedeutung von Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen hervorzuheben.

Das Engagement aller impfrelevanten Akteure, insbesondere der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte wie bspw. der Kinderärzte, Allgemeinmediziner und Gynäkologen, ist von entscheidender Bedeutung für die Steigerung der HPV-Impfquoten sowie der Gesundheitsprävention in Hessen.

Hintergrund

Das Hessische Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege (HMFG) setzt sich im Rahmen seiner Integrierten Landesimpfstrategie für eine nachhaltige Erhöhung der Impfquoten aller von der STIKO empfohlenen Impfungen in Hessen ein. Dies schließt die HPV-Impfung mit ein. Darüber hinaus werden seit diesem Jahr Eltern von Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 14 Jahren zur Jugenduntersuchung J1 eingeladen. Die hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz betont: „Die J1-Untersuchung bietet den idealen Zeitpunkt für die HPV-Impfung. Mit ihr kann die Gesundheit von Mädchen und Jungen geschützt und eine gefährliche Krebserkrankung nachhaltig verhindert werden“, so Stolz abschließend.

Kontakt

Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

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