In ihrer Laudatio würdigte die Ministerin die beiden Männer als Vorbild für Entschlossenheit, Mut und Tatkraft: „Herr Pitroff und Herr Abazed haben durch ihr reaktionsschnelles und entschlossenes Handeln einem Menschen das Leben gerettet. Ihre Tat erinnert uns daran, wie wichtig es ist, aufeinander zu achten und in kritischen Momenten beherzt einzugreifen“, sagte die Ministerin.
Beide Männer haben vergangenen November in Frankfurt als Passanten einen Mann, der sich, offensichtlich mit suizidalen Absichten, auf der äußeren Seite des Geländers der Friedensbrücke befand, festgehalten, um ihn daran zu hindern, sich in die Tiefe zu stürzen. „Herr Pittrof und Herr Abazed handelten ohne Zögern. Sie erkannten die Dringlichkeit der Lange, näherten sich vorsichtig und sicherten den Mann ab“, erläuterte die Ministerin. Es gelang ihnen, den Mann bis zum Eintreffen der Stadtpolizei zu sichern, um ihn anschließend zur weiteren Versorgung dem Rettungsdienst zu übergeben. Stolz: „Ihr mutiges Eingreifen verhinderte eine Tragödie und schenkte einem Menschen eine zweite Chance. Dies verdient Anerkennung und öffentliche Würdigung. Die Ehrung ist zugleich ein Signal an die Öffentlichkeit mit einer Hoffnung gebenden Botschaft: „Es gibt Menschen, die für andere da sind und sich selbst hintenanstellen, wenn andere Hilfe brauchen.“
Hintergrund
Die hessische RettungsmedailleÖffnet sich in einem neuen Fenster wurde am 11. Juli 1953 mit dem Gesetz über die staatliche Anerkennung von Rettungstaten durch den Hessischen Landtag gestiftet. Sie wird vom Hessischen Ministerpräsidenten an Personen verliehen, die Menschen aus Lebensgefahr gerettet oder drohende erhebliche Gefahren für die Allgemeinheit abgewendet haben. Die Hessische Rettungsmedaille ist eine der ersten Landesauszeichnungen, die nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland gestiftet wurde.