Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege

Zahnmedizinische Vorsorge ist unverzichtbarer Teil der Gesundheitsprävention

Gesundheitsministerin Diana Stolz lehnt den Vorschlag Zahnarztbehandlungen aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung herauszunehmen strikt ab: „Zahngesundheit ist ein zentraler Bestandteil der allgemeinen Gesundheit und der Prävention. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und frühzeitige Behandlungen sind entscheidend, um Erkrankungen zu vermeiden und langfristige gesundheitliche Folgeschäden sowie dadurch höhere Folgekosten zu verhindern. Eine Herausnahme zahnmedizinischer Vorsorge aus der gesetzlichen Krankenversicherung würde genau diese Präventionsansätze schwächen und bestehende gesundheitliche Ungleichheiten verschärfen“, so die Ministerin.

Zahnmedizinische Prävention trägt wesentlich dazu bei, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln – mit positiven Effekten für die gesamte Gesundheit. Unbehandelte Erkrankungen im Mundraum können Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben.

Stärkung der Prävention statt Einschränkung

„Es braucht eine Stärkung der Prävention statt ihrer Einschränkung. Ein solidarisch finanziertes Gesundheitssystem muss sicherstellen, dass notwendige Vorsorgeleistungen allen Menschen offenstehen – unabhängig vom Einkommen“, so Stolz weiter.

Diese Einschätzung wird auch von der Landeszahnärztekammer Hessen geteilt. „Die Zahnmedizin in Deutschland hat den Beweis erbracht, dass konsequente Prävention zu einer signifikanten Verbesserung der Mundgesundheit in allen Bevölkerungsschichten führt. Dies ist wissenschaftlich belegt – zuletzt im vergangenen Jahr durch die Sechste Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS 6). Aufgrund der vielfältigen Einflüsse von Erkrankungen der Mundhöhle und der Zähne auf die Allgemeingesundheit – man denke hier beispielsweise an die Wechselwirkungen von Parodontitis und Diabetes und weitere Krankheitsrisiken wie Herz-Kreislauferkrankungen, die mit Entzündungen im Mundraum in Verbindung stehen – sehe ich eine Gefährdung des Erfolgsmodells Prävention äußerst kritisch. Zahnmedizinische Prävention senkt Kosten im Gesundheitssystem dauerhaft und nachhaltig und darf daher keinesfalls infrage gestellt werden“, sagt Dr. Doris Seiz, Präsidentin der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH) und Vizepräsidentin der Bundeszahnärztekammer (BZÄK).

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Pressesprecherin Esther Walter

Esther Walter

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