Wohn- und Lebensgemeinschaft mit alltags- und familiennahen Strukturen

Alternativ zur stationären Betreuung und Pflege hat sich das Konzept von selbstverwalteten ambulant betreuten Wohngemeinschaften etabliert.

Eine solche Wohn- und Lebensgemeinschaft eignet sich besonders für Menschen, die aufgrund ihrer Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit nicht mehr alleine leben können oder wollen und dennoch Wert auf eine möglichst selbstbestimmte und eigenständige Lebens- und Haushaltsführung legen. Gegenüber einer größeren stationären Einrichtung hat eine Demenz-WG den Vorteil, dass die Gruppengröße überschaubar ist und Angehörige sowie vergleichbar nahestehende Personen maßgeblich an der Begleitung teilhaben können und in der Verantwortung bleiben.

Bestehende Wohngemeinschaften können bei der Organisation ihrer WG begleitet und bei Fragen beraten werden. Mit der am 1. September 2016 gegründeten Fachstelle für selbstverwaltete ambulant betreute Wohn-Pflege-Gruppen können auf Wunsch Beratungs- und Informationsangebote wahrgenommen werden. Darüber hinaus unterstützt die Fachstelle für Demenz-WGs Initiatoren und Projektverantwortliche in Hessen beim Aufbau und der Organisation von ambulant betreuten Wohn- und Lebensgemeinschaften.

Die Hessische Fachstelle für selbstverwaltete ambulant betreute Wohn-Pflege-Gruppen für Menschen mit Demenz ist als ein Modellprojekt des damaligen Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration sowie der Pflegekassen aufgebaut worden.